Sehen lernen…

…diese Woche mache ich mal etwas ganz anderes – ich bringe zwei Praktikanten das Sehen bei!

Fotografieren lernen hat viel mit dem richtigen Blick zu tun. Ihr könnt die neuste Kameratechnik besitzen, wenn Ihr Motive nicht richtig „seht“, störende Punkte erkennt und ständig aus Eurer Komfortzone herauskommt, wird das nix!!!

Das ist doch schon mal sehr schön – Blumen sind tolle Übungsobjekte, die rennen nicht so schnell weg:

JanPra2-12

Natürlich ist auch das Zusammenspiel aus Empfindlichkeit, Blende, Zeit, Objektivwahl, Model vor der Kamera, eigene Stimmung, usw. viel mit dem Fotografieren zu tun. Ich versuche den Beiden einen kleinen Überblick über die Arbeit einer Fotografin zu geben und sie dazu anzuregen vor dem Abdrücken ersteinmal zu überlegen, was sie zeigen wollen…

Gestern durften sie sich gegenseitig portraitieren, mit der Aufgabe:

Zeigt mal, wie Ihr den anderen seht. Was macht ihn aus? Wie erlebt ihr ihn?

Keine leichte Aufgabe, oder?

Heute haben wir dann die Bildbesprechung dazu gemacht und ich glaube, sie haben eine Menge gelernt! Unter anderem auch mit Kritik umzugehen, das ist gerade bei Fotografen sehr wichtig, nur so entwickelt man sich schliesslich weiter! (Ich bin jedenfalls immer sehr dankbar, wenn mir ein Kollege seine Meinung zu einem meiner Bilder mitteilt! Natürlich auf nette Art und Weise…)

Hier sind die Ergebnisse!

Vorher-Nachher:

JaPra1-9JaPra1-10

Noch eins:

JaPra1-27JaPra1-28

Aber da war auch wirklich schon viel Schönes dabei:

JanPra2-9JanPra2-16JaPra1-17JaPra1-26

Auch wenn wir heute beim Bildbearbeitungsteil schon jede Menge korrigiert haben, aber das gehört ja auch dazu – Verstehen, wieviel Arbeit es macht, im Nachhinein Fehler zu korrigieren, die durch einen einfachen Standortwechsel, das Verstecken eines Astes oder das Öffnen der Blende gar nicht vorhanden gewesen wären!

Natürlich habe ich ihnen dann auch gezeigt, wie ich an eine Portraitsession herangehe, wie ich das fertig Bild schon vorher im Kopf habe und es dann umsetze. Wieviel mehr Anweisungen an den Menschen vor der Kamera nötig sind, damit der sich sicher fühlt und dann genau die Bilder entstehen, die ich haben möchte – mein Ergebnis der „Wie-ich-dich-sehe“-Portraits:

Pra19-1kPra19-2k

Vielleicht sollte ich mal Workshops geben, oder?

 

 

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